§ 1 Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

1. Der Verein führt den Namen „GrafZyxFoundation“.
2. Er ist unabhängig und hat seinen Sitz in Neulengbach, Niederösterreich.
3. Er erstreckt seine intermediale Tätigkeit weltweit auf den virtuellen und den realen Raum.

§ 2 Zweck

Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt im Allgemeinen die Förderung und Präsentation zeitgenössischer interdisziplinärer/multimedialer Kunst in Praxis und Theorie im virtuellen sowie im realen Raum. Im Besonderen und vorrangig soll einerseits die kunstvermittelnde Tätigkeit im GRAF+ZYX TANK 203.3040.AT gefördert und andererseits langfristig die wissenschaftliche wie dokumentarische Aufarbeitung und Präsentation des Werks im Bereich interdisziplinäre/trans- und multimediale Kunst tätiger Künstler_innen gefördert und betrieben werden.

§ 3 Tätigkeiten und Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks

1. Als ideelle Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks dienen:
(a) die Projektierung, Planung, Organisation und Durchführung transmedialer/interdisziplinärer Ausstellungen und Präsentationen zeitgenössischer interdisziplinärer/multimedialer Kunst im virtuellen sowie im realen [auch öffentlichen] Raum.
(b) die Projektierung, Planung, Organisation und Durchführung theoretisch begleitender Maßnahmen wie Vorträge, Workshops, Kunstgespräche, Symposien und Publikationen (konventionell und digital).
(c) die Organisation und Führung einer Website mit Datenbank für Netzkunst bzw. virtuelle Kunstausübung sowie zur öffentlichen Präsentation und Distribution aller unter [a] und [b] genannten Aktivitäten im Internet. Offene und geschlossene Diskussion in Blogs und Diskussionslisten/-foren.
(d) die Projektierung, Planung, Organisation und Durchführung von Pressekonferenzen und Presseaktionen sowie von sonstigen fördernden Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Werbung für Kunst – konventionell, virtuell und digital.

2. Die erforderlichen finanziellen Mittel sollen aufgebracht werden durch:
(a) Mitgliedsbeiträge
(b) Subventionen und andere öffentliche sowie private Förderungen
(c) Sponsorleistungen, Werbeeinnahmen
(d) Spenden, Sammlungen, Vermächtnisse, Schenkungen und sonstige Zuwendungen
(e) Erträge aus vereinseigenen Veranstaltungen/Unternehmungen sowie Erträge aus dem Verkauf von Publikationen und Provisionen aus Verkaufsvermittlungen von Kunstwerken.
Die finanziellen Erträge und Mittel des Vereins dürfen nur für die von der Satzung angeführten Zwecke verwendet werden.

§ 4 Arten der Mitgliedschaft

Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in:

1. Ordentliche Mitglieder. Das sind Künstler_innen, die sich mit dem Zielsetzungen des Vereins identifizieren und aktiv an der Vereinsarbeit mitwirken.

2. Außerordentliche Mitglieder. Das sind solche, die im weitesten Sinn auf dem Gebiet der bildenden Kunst tätig sind und deren ausgeübte Tätigkeit(en) oder Beruf(e) zur Erreichung des Vereinszwecks beitragen können.

3. Fördernde Mitglieder. Das sind solche, die die Vereinstätigkeit durch Zahlung eines (erhöhten) Mitgliedsbeitrags oder durch andere finanzielle und/oder materielle Zuwendungen fördern.

4. Ehrenmitglieder. Das sind solche, die die Vereinstätigkeit durch ideelle Zuwendungen fördern.

§ 5 Erwerb der Mitgliedschaft
 
1. Ordentliche Mitglieder des Vereins können volljährige natürliche Personen werden, die auf Einladung und entsprechend der Beurteilung durch den Vorstand anhand der von ihnen vorgelegten Präsentation ihrer Arbeit eine entsprechende künstlerische Qualifikation aufweisen.

2. Außerordentliche Mitglieder können - auf Einladung und entsprechend der Beurteilung durch den Vorstand - werden: (a) volljährige natürliche Personen, die Tätigkeiten bzw. Berufe ausüben, die zur Erreichung des Vereinszwecks beitragen, und (b) Institutionen oder andere juristische Personen, die von ihrer Ausrichtung her mit Zielsetzungen der GrafZyxFoundation verwandt sind oder zu ihr in einer anderen besonderen Beziehung stehen.

3. Fördernde Mitglieder können volljährige natürliche und auch juristische Personen werden. Eine unbefristete oder vorab befristete Mitgliedschaft (z.B. auf ein Jahr) ist möglich.

4. Ehrenmitglieder können natürliche und juristische Personen werden, die vom Vorstand einstimmig bestätigt werden.

5. Über die Aufnahme von Mitgliedern entscheidet der Vorstand. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden. Als Beitrittsdatum gilt der Tag der Entscheidung des Vorstands.

§ 6 Beendigung der Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft erlischt durch freiwilligen Austritt, durch Streichung, durch Ausschluss, durch Zeitablauf, durch die Vereinsauflösung, bei natürlichen Personen durch Tod bzw. bei juristischen Personen durch Verlust der Rechtspersönlichkeit.
(a) Der freiwillige Austritt ist jederzeit möglich und erfolgt durch die schriftliche Austrittserklärung [auch Fax oder e-Mail] an den Vorstand.
(c) Der Ausschluss eines ordentlichen, außerordentlichen, fördernden oder Ehrenmitglieds aus dem Verein kann vom Vorstand wegen Verstößen gegen Ziel und Zweck des Vereins, wegen Verletzung der Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens verfügt werden. Der Ausschluss ist sofort wirksam und sämtliche Rechte des Mitglieds ruhen.

§ 7 Rechte und Pflichten der Mitglieder

1. Rechte der Mitglieder
(a) Alle Mitglieder sind berechtigt, den Veranstaltungen des Vereins beizuwohnen. Bei Publikumsveranstaltungen, für die ein Entgelt verlangt wird, haben ggf. auch die Mitglieder dieses Entgelt, das für die Mitglieder allenfalls entsprechend ermäßigt sein wird, zu zahlen.
(b) Alle Mitglieder erhalten die Informationsaussendungen des Vereins, sowie die Einladungen zu den Veranstaltungen des Vereins.
(c) Alle Mitglieder sind berechtigt, an der Generalversammlung teilzunehmen und in jeder Generalversammlung vom Vorstand über die Tätigkeiten des Vereins und über die finanzielle Gebarung informiert zu werden. Alle Mitglieder sind außerdem berechtigt, Anträge zur Tagesordnung der Generalversammlung zu stellen. Das aktive und passive Wahlrecht steht nur den ordentlichen Mitgliedern zu.
(d) Ordentliche und assozierte/außerordentliche Mitglieder können – zum Zweck der Durchführung bestimmter Spezialaufgaben – befristet vom Vorstand in den Vorstand kooptiert werden.
(e) Die Rechte jedes einzelnen Mitglieds treten mit dem Datum des Einlangens des ersten Mitgliedsbeitrags in Kraft.

2. Pflichten der Mitglieder
(a) Alle Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und/oder der Zweck des Vereins Abbruch erleiden könnten. Sie haben die Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten.
(b) Ordentliche, außerordentliche Mitglieder sowie fördernde Mitglieder mit unbefristeter Mitgliedschaft sind zur pünktlichen Zahlung des jeweils am 1. Jänner des Kalenderjahres fälligen Mitgliedsbeitrags in der von der Generalversammlung beschlossenen Höhe verpflichtet.
(e) Bleibt ein Mitglied mit der Zahlung des Mitgliedsbeitrags bis zum 31. Dezember des betreffenden Kalenderjahrs säumig, so ruhen dessen in § 7 Abs. (1) angeführten Rechte (nicht aber dessen Pflichten) so lange bis sämtliche Verbindlichkeiten bezahlt sind.

§ 8 Vereinsorgane

Die Organe des Vereins sind die Generalversammlung (siehe § 9 und § 10), der Vorstand (siehe § 11 bis § 13), die RechnungsprüferInnen (siehe § 14) sowie das Schiedsgericht (siehe § 15).

§ 9 Die Generalversammlung

1. Die Generalversammlung ist das oberste Vereinsorgan. Die ordentliche Generalversammlung findet alle fünf Jahre statt.
2. Eine außerordentliche Generalversammlung hat auf Beschluss des Vorstands oder auf schriftlichen begründeten Antrag von mindestens 10 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder (binnen vier Monaten nach Einlangen des Antrags auf Einberufung beim Vorstand) stattzufinden.
3. Zu den ordentlichen wie auch den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle Mitglieder mindestens 6 Wochen vor dem Termin per per e-Mail einzuladen. Zum selben Zeitpunkt muss der Termin auch auf der Website im geschlossenen Mitgliederbereich publiziert werden. Die Anberaumung der Generalversammlung hat unter Angabe der vorläufigen Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand.
4. Anträge zu Tagesordnungspunkten, die von mindestens zwei stimmberechtigten Mitgliedern unterfertigt sein müssen, sind mindestens 4 Wochen vor dem Termin der Generalversammlung beim Vorstand per e-Mail oder Briefpost einzureichen. Es gilt das Datum des Einlangens.
5. Wahlvorschläge sind ebenfalls mindestens 4 Wochen vor dem Termin der Generalversammlung, in der Vorstandswahlen stattfinden, beim Vorstand per Briefpost einzureichen, müssen aber von mindestens drei stimmberechtigten Mitgliedern unterfertigt sein. Es gilt das Datum des Einlangens.
6. Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Das Stimm- beziehungsweise aktive und passive Wahlrecht richtet sich nach § 7 der Statuten. Jedes stimmberechtigte Mitglied hat eine Stimme. Die Übertragung des Stimmrechts mittels einer schriftlichen Bevollmächtigung ist zulässig, kann aber nur an ein Mitglied erfolgen, wobei ein anwesendes Mitglied nicht mehr als zwei abwesende Mitglieder vertreten darf.
7. Die Generalversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig.
8. Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der Generalversammlung erfolgen in der Regel mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Beschlüsse, mit denen das Statut des Vereins geändert oder der Verein aufgelöst werden soll, bedürfen jedoch einer qualifizierten Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen.
9. Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der/die Vorsitzende, in dessen/deren Verhinderung sein/e/ihr/e Stellvertreter/in. Wenn auch diese/r verhindert ist, so führt das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.

§ 10 Aufgabenkreis der Generalversammlung

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:
1. Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses und des Berichts der RechnungsprüferInnen
2. Entlastung des Vorstands und der RechnungsprüferInnen
3. Beschlussfassung über die Enthebung des gesamten Vorstands oder einzelner Vorstandsmitglieder und/oder der RechnungsprüferInnen oder einer/eines einzelnen RechnungsprüferIn, die jeweils nur aus wichtigem Grund möglich ist. Wichtige Gründe sind nur die grobe Pflichtverletzung und die Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung. Die von der Enthebung betroffene/n Person/en ist/sind bei der jeweiligen Beschlussfassung nicht stimmberechtigt.
4. Wahl der Vorstandsmitglieder für die verschiedenen Vorstandspositionen und Wahl der RechnungsprüferInnen
5. Festsetzung der Höhe der Mitgliedsbeiträge für ordentliche, außerordentliche und Fördermitglieder
7. Beschlussfassung über Statutenänderungen
8. Beschlussfassung über die freiwillige Auflösung des Vereins
9. Beratung und Beschlussfassung gegen Ausschlüsse von der Mitgliedschaft
10. Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen

§ 11 Der Vorstand

1. Der Vorstand besteht aus mindestens 2 und maximal 5 ordentlichen Mitgliedern und zwar aus:
(a) der/dem Vorsitzenden
(b) der Kassierin / dem Kassier bzw. der Schriftführerin / dem Schriftführer
Der Vorstand kann sich nur aus ordentlichen Mitgliedern zusammensetzen.

2. Die einzelnen Vorstandsmitglieder werden von der Generalversammlung für die verschiedenen Vorstandspositionen gewählt.

3. Die Funktionsdauer des Vorstands beträgt fünf Jahre. Auf jeden Fall währt sie bis zur Wahl eines neuen Vorstands. Eine Wiederwahl von Vorstandsmitgliedern ist möglich.

4. Der Vorstand hat das Recht, bei Ausscheiden eines gewählten Vorstandmitglieds während der Funktionsperiode an seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wobei die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist. Fällt der Vorstand ohne Selbstergänzung durch Kooptierung oder auf unvorhersehbar lange Zeit aus, ist jede/r RechnungsprüferIn verpflichtet, unverzüglich eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen. Sollten auch die RechnungsprüferInnen handlungsunfähig oder nicht vorhanden sein, so hat jedes ordentliche Mitglied, das die Notsituation erkennt, andere Mitglieder zu alarmieren, um gemeinsam mit zwei weiteren Mitgliedern eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen.

5. Bei Beschlussfassungen über die Enthebung eines Vorstandsmitglieds ist das zu enthebende Mitglied nicht stimmberechtigt. Die Enthebung eines Vorstandsmitglieds durch den Vorstand ist frühestens vier Monate nach dessen Wahl durch die Generalversammlung möglich und bedarf der Einstimmigkeit aller anwesenden stimmberechtigten Vorstandsmitglieder.

6. Die einzelnen Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand zu richten und wird mit dem Zeitpunkt der Kooptierung bzw. Wahl einer Nachfolgerin / eines Nachfolgers wirksam. Im Fall des Rücktritts des gesamten Vorstands oder im Fall des Rücktritts der/des Vorsitzenden ist die Rücktrittserklärung an die Generalversammlung zu richten. Der Rücktritt des gesamten Vorstands bzw. der/des Vorsitzenden wird erst mit der Wahl des neuen Vorstands bzw. der Wahl der/des neuen Vorsitzenden wirksam.

7. Außer durch Rücktritt, Tod oder Ablauf der Funktionsperiode erlischt die Funktion eines einzelnen Vorstandsmitglieds durch Enthebung. Die Enthebung durch die Generalversammlung ist nur aus wichtigem Grund möglich. Wichtige Gründe sind nur grobe Pflichtverletzung und Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung.

8. Bei Beschlussfassungen über abzuschließende Verträge zwischen dem Verein und einem Vorstandsmitglied ist das Mitglied, das VertragspartnerIn des Vereins werden soll, nicht stimmberechtigt und hat während der diesbezüglichen Beratung und Beschlussfassung den Raum zu verlassen.

9. Vorstandssitzungen finden mindestens einmal jährlich statt. Eine Vorstandssitzung wird von einem Vorstandsmitglied schriftlich oder mündlich einberufen.

10. Den Vorsitz in der Vorstandssitzung führt die/der Vorsitzende, bei deren/dessen Verhinderung die Kassierin/der Kassier, bei deren/dessen Verhinderung die Schriftführerin / der Schriftführer, bei deren/dessen Verhinderung – sofern zu diesem Zeitpunkt weitere Vorstandsmitglieder vorhanden sind – das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied.

11. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte davon anwesend ist bzw. im Fall der Abänderung bereits erfolgter Vorstandsbeschlüsse bzw. im Fall der Enthebung eines Vorstandsmitglieds bzw. im Fall des Rücktritts des gesamten Vorstands, wenn mindestens drei Viertel der stimmberechtigten Vorstandsmitglieder anwesend sind. Ist Gefahr im Verzug, reicht in allen Fällen die Anwesenheit der Hälfte der Vorstandsmitglieder zur Beschlussfähigkeit aus.

12. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der/des Vorsitzenden den Ausschlag. Beschlüsse, mit welchen bereits gefasste Vorstandsbeschlüsse abgeändert werden sollen, Beschlüsse über die Enthebung eines Vorstandsmitglieds und Beschlüsse über den Rücktritt des gesamten Vorstands bedürfen der Stimmeneinheit der anwesenden stimmberechtigten Vorstandsmitglieder.

§ 12 Aufgabenkreis des Vorstands

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. Der Vorstand ist für die ordnungsgemäße Geschäftsgebarung verantwortlich. In seinen Aufgabenkreis fallen insbesondere die folgenden Angelegenheiten:
1. die Erstellung und der Beschluss des Jahresprogramms
2. die Verwaltung des Vereinsvermögens
3. die Vorbereitung und Einberufung der ordentlichen und außerordentlichen Generalversammlung
4. die Erstellung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses
5. die Präsentation des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses sowie des Jahresvoranschlags und des Jahresprogramms des Folgejahres in der Generalversammlung
6. die Vollziehung der Beschlüsse der Generalversammlung
7. die Beiziehung geeigneter Personen, welche den Vorstand im Zusammenhang mit den administrativen und wirtschaftlichen Aufgaben unterstützen
8. die Vertretung des Vereins nach außen
9. die Entscheidung über die Aufnahme, die Streichung sowie den Ausschluss von Mitgliedern

§ 13 Besondere Aufgaben der einzelnen Vorstandsmitglieder

1. Die/der Vorsitzende
(a) Sie/er führt den Vorsitz in der Generalversammlung und in den Vorstandssitzungen. Schriftliche Ausfertigungen des Vereins bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Unterschriften des/der Vorsitzenden und des Schriftführers/der Schriftführerin, in Geldangelegenheiten (vermögenswerte Dispositionen) des/der Vorsitzenden und des Kassiers/der Kassierin.
(b) Sie/er repräsentiert den Verein und vertritt den Verein insbesondere nach außen.
(c) Sie/er ist für die Abwicklung des administrativen Bereichs zuständig.
(d) Sie/er ist bei Gefahr im Verzug berechtigt, in Vereinsangelegenheiten, die in den Wirkungsbereich des Vorstands oder der Generalversammlung fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen. Diese Anordnungen bedürfen jedoch der ausdrücklichen ehestmöglichen Zurkenntnisbringung bei den VertreterInnen des zuständigen Vereinsorgans sowie der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
(e) Im Fall der Verhinderung der/des Vorsitzenden gehen deren/dessen Rechte und Pflichten auf ihren/ihre/seinen/seine StellvertreterIn über.
2. Die Kassierin / der Kassier  bzw. die Schriftführerin / der Schriftführer
(a) Der/die Kassier/in ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich.
(b) Der/die Schriftführer/in führt die Protokolle der Generalversammlung und des Vorstands.
(c) Im Fall der Verhinderung treten an die Stelle des/der Vorsitzenden, des Schriftführers / der Schriftführerin oder des Kassiers/der Kassierin ihre Stellvertreter/innen.

§ 14 Die RechnungsprüferInnen

(a) Zwei Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von fünf Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die Rechnungsprüfer dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist.
(b) Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den Rechnungsprüfern die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die Rechnungsprüfer haben dem Vorstand über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.
(c) Rechtsgeschäfte zwischen Rechnungsprüfern und Verein bedürfen der Genehmigung durch die Generalversammlung. Im Übrigen gelten für die Rechnungsprüfer die Bestimmungen des § 11 Abs. 8 bis 10 sinngemäß.

§ 15 Das Schiedsgericht

1. In allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten entscheidet das Schiedsgericht. Es ist eine “Schlichtungseinrichtung” im Sinn des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO.
2. Das Schiedsgericht setzt sich aus drei unbefangenen ordentlichen Mitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass jeder Streitteil innerhalb von vier Wochen dem Vorstand ein unbefangenes ordentliches Mitglied als SchiedsrichterIn schriftlich namhaft macht. Die so namhaft gemachten SchiedsrichterInnen bestimmen innerhalb von weiteren vier Wochen ein drittes unbefangenes ordentliches Mitglied zur/zum Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Können sich die beiden namhaft gemachten SchiedsrichterInnen nicht auf eineN Vorsitzenden einigen, so macht jedeR der beiden SchiedsrichterInnen eineN weitereN SchiedsrichterIn namhaft und es entscheidet das Los.
3. Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung nach Gewährung beiderseitigen Gehörs bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.

§ 16 Auflösung des Vereins

1. Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Generalversammlung und nur mit einer Mehrheit von zwei Drittel der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.
2. Die Generalversammlung hat im Zug der Vereinsauflösung oder bei Wegfall des Vereinszwecks außerdem – sofern Vereinsvermögen vorhanden ist – über die Liquidation zu beschließen. Insbesondere hat sie eine/einen LiquidatorIn zu berufen und zu beschließen, wem – nach Abzug der Passiva – das allenfalls verbleibende Vereinsvermögen übertragen werden soll. Soweit dies möglich und erlaubt ist, soll dieses einem gemeinnützigen Verein oder einer gemeinnützigen Organisation zufallen, der/die ähnliche Zwecke wie der aufzulösende Verein (siehe § 2) verfolgt.
3. Das allenfalls verbleibende Vereinsvermögen darf in keiner wie auch immer gearteten Form an die Vereinsmitglieder ausgeschüttet werden, allfällige geleistete Mitgliedsbeiträge für das laufende und noch nicht vollendete Kalenderjahr werden bei entsprechend ausreichender Vermögenslage jedoch rückerstattet.
4. Der letzte Vereinsvorstand muss die freiwillige Auflösung schriftlich binnen vier Wochen nach Beschlussfassung der zuständigen Behörde anzeigen.